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Flatower - Gifhorner Patenkreis von 1955 bis 1979(Eine persönliche Betrachtung) Wenn nunmehr vor 24 Jahren der Landkreis Gifhorn die Patenschaft für den ehem. Landkreis Flatow übernahm, so darf ich mir erlauben, ein wenig diese Zeit Revue passieren zu lassen. Wohl schon von Flatow etwas gehört, wurde mir vom damaligen Oberkreisdirektor Dr. Ackmann, dem ehemaligen Landrat des Kreises Flatow erklärt, man habe im Kreistag beschlossen, die Patenschaft für den ehemaligen Landkreis Flatow zu übernehmen. Ich sei dazu aufgerufen, die nötigen Vorbereitungen für das erste Patenschaftstreffen 1955 zu gestalten und durchzuführen. Nun war zu erwarten, daß zum ersten Treffen sicher
mehr als tausend Flatower nach Gifhorn kommen würden. Sie alle unterzubringen
war unter den damaligen Verhältnissen (fast kaum Betten vorhanden) äußerst
schwierig. Aber es klappte ausgezeichnet, weil man noch nicht verwöhnt war. In
Schulen, Turnhallen und sonstigen Räumen und bei Gifhorner Familien
untergebracht, wurde das Heimattreffen zu einem vollen Erfolg und war
Grundlage für alle weiteren Heimattreffen. Durch die Mitarbeit der vielen
Mitstreiter aus der Kreisverwaltung und der Organisationen wurde das alle zwei
Jahre festgelegte Heimattreffen zu einer schönen Begegnung aller Flatower in
Gifhorn. Die Gifhorner Bevölkerung und vor allen Dingen die
einzelnen ostdeutschen Landsmannschaften nahmen Anteil an allen Flatower
Heimattreffen. Der Gifhorner Männerchor, der Heidechor, der Posaunenchor der
Nicolai-Kirche, die beiden Schützenkorps, verschiedene Sportvereine und die
Keglerfrauen, sie alle halfen die Heimattreffen der Flatower mitzugestalten. Mir war es vergönnt, einen ganz engen Kontakt mit den
Flatower Landsleuten zu schließen. Ob bei meinen Besuchen der einzelnen
Regionalgruppen in Berlin, Lübeck, Hamburg und Düsseldorf, es war immer eine
herzliche Begegnung. Nie in Flatow gewesen, hatte ich dann 1975 die Möglichkeit,
den Kreis Flatow kennenzulernen. 10 Tage als Gast in Flatow zu sein, wurde auch
für mich zu einem Erlebnis. Ich lernte noch deutsche Familien kennen, um mit
ihnen herzliche Gespräche zu führen. Ich besuchte u. a. die Gemeinden Krojanke, Linde, Kl.
Butzig, Tarnowke, Deutsch Fier, Steinau, Lanken, Gursen, Radawnitz und Schmirdau
und fand, daß der ehemalige Landkreis Flatow landschaftlich dem Landkreis
Gifhorn gleichzustellen ist. So
war nun beides für mich möglich geworden, Flatower Landsleute und Flatower
Landschaft kennenzulernen. Für mich war es eine dankbare Aufgabe, ein Mithelfer für die Begegnungen der Flatower in Gifhorn zu sein. Mögen auch in Zukunft die Heimattreffen hier in Gifhorn ihren tieferen Sinn haben, nämlich in heimatlicher Verbundenheit sich ein Wiedersehen zu geben. Rudi Schaub, im Mai 1979 |